Gemeinsame Projekte der Münchner Zonta Clubs

Hilfe für Münchner Frauen in Altersarmut

Ein gemeinsames Projekt von ZC München I, ZC München II, ZC Friedensengel und ZC München City

Die Reform der Sozialgesetzgebung im Jahr 2004 hat für viele, vor allem für Frauen im Rentenalter, zu gravierenden Einschnitten geführt. In der „Grundsicherung im Alter" werden seither keinerlei Sonderleistungen mehr über den Regelsatz hinaus vom Sozialamt erbracht. Dieser Betrag lag 2014 für Alleinstehende bei 391 Euro plus Warmmiete. In einer Stadt wie München mit hohen Lebenshaltungskosten gestaltet sich damit das Leben zunehmend schwieriger.

Frauen sind in besonderem Maße von Altersarmut betroffen, da sie oft nur geringe Rentenansprüche aus eigener Berufstätigkeit haben. Außergewöhnliche Belastungen, wie z.B. eine Waschmaschinenreparatur oder Hilfen bei der pflegerischen Versorgung, die nicht von der Pflegeversicherung gedeckt sind, können dann kaum mehr getragen werden.

Deshalb haben im Jahr 2015 die vier Münchner ZONTA Clubs in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband München einen Fonds "ALTERSARMUT UND FRAUEN" eingerichtet, um von Armut betroffenen bzw. an der Armutsgrenze lebenden Frauen die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen und schnell und unbürokratisch zu helfen.

Unterstützt werden in der Regel Frauen ab 60 Jahren, die in der Landeshauptstadt München leben. Anträge können über den Caritasverband München unabhängig von Religionszugehörigkeit oder Staatsangehörigkeit gestellt werden. Das dichte Netzwerk der Caritas-Einrichtungen wird genutzt, um ohne zusätzliche Verwaltungskosten das Ziel des gemeinsamen Projektes zu erreichen: Frauen, die ihrer Armut wegen zurückgezogen und isoliert leben, in schwierigen Situationen zu helfen und sie wieder teilhaben zu lassen am öffentlichen Leben. Damit kommt jeder Euro direkt bei den Betroffenen an! Die München Zonta Clubs möchten auch durch Information präventiv wirken, damit Frauen gar nicht erst in die Armutsfalle geraten. Deshalb waren wir beim Equal Pay Day am 20.März 2015 mit einem Infostand im Rathaus vertreten.